Archiv der Kategorie ‘Nicht gut‘

Under Pressure

Mittwoch, den 13. Mai 2009

INFO So sieht das aus, wenn man zu enge Unterhosen trĂ€gt, die die FlĂŒssigkeitszufuhr und -abfuhr zusammen mit einer ordentlichen Portion Cortison unterbrechen. Jetzt werd ich eingewickelt, was nicht weh tut, aber das Wasser wieder zurĂŒckdrĂŒcken soll.

Botschaften (3-update-)

Dienstag, den 12. Mai 2009

Machen wir mal so weiter.

Botschaft an Alle
Heute Nacht hab ich getrĂ€umt, dass jemand „Ruhig, Brauner“ flĂŒsterte. Ich denke noch mal ĂŒbers Podcasting nach. Ich bin immer noch angefressen, immer noch enttĂ€uscht, und falls ich weitermachen möchte, dann wie bisher mit Musik und Soundschnippseln. Immerhin hab ich niemanden beleidigt oder bin sonstwie aus „der Rolle“ gefallen, ja?
Außerdem gab’s gestern böse Nachricht aus der Familie, ĂŒber die hier aber sicher nichts geschrieben wird.

bettyboop war da, Pe war da, der Masseur ebenfalls.

Botschaft an Alle
Das MR hab ich jetzt hinter mir, das Ergebnis dauert halt noch. Aber ich bin befreiter grad. NatĂŒrlich mussten wir ’ne Stunde warten (ohne den Doc Langenberg hĂ€tte der Termin an sich erst in 8 Wochen etwa stattgefunden), natĂŒrlich hab ich nörgelig gemoppert – aber interessanterweise hat man mir das nicht die Spur verĂŒbelt, als ich um Entschuldigung dafĂŒr („Zeitmanagement, Lebenszeit gestohlen“) und mir verziehen. Vielleicht weil ich durch das Megnetfeld eine stĂ€rkere Anziehungskraft bekommen habe? Jedenfalls: Danke! Die Untersuchung an sich war okay. Nicht zu laut, ich hab ein paar mal verwackelt, aber es gab einige und genĂŒgend gute Aufnahmen. Das Kontrastmittel war ganz anders als beim letzten Mal, der Arzt hat sofort und ohne Zögern einen Zugang in meine angeblichen „Rollvenen“ legen können … optimal. Begleitet hat mich ĂŒbrigens die arme Nadja, SchĂŒlerin hier, die – anders als ich – die ganze Zeit warten musste und mich eine gefĂŒhlte Steigung von 30% mit dem Rolli schieben musste. Zwei mal.

Ent.scheidend?

Donnerstag, den 7. Mai 2009

Ich muss etwas entscheiden, das entscheidend dazu beitragen wird, wann ich aus dem Leben scheide. Soviel zur Flachserei, der Hintergrund ist ernst und hat mich heute den ganzen Tag beschÀftigt.

Blöderweise sind die, die mich dabei unterstĂŒtzen sollten/könnten, aus wichtigen GrĂŒnden nicht greifbar: Miriam (lernt), Petra (ist krank), Bettina (muss arbeiten). Dazu kommt die Langeweile, das Wetter, der verdammte LĂ€rm hier auf Station, das Herumliegen … ich bin also im Gegenteil zu heute Morgen körperlich schlecht drauf: MĂŒde Beine, Bauchweh, stĂ€ndiges Brummen in den Bronchien.

Undfragbitteniemandnachmeinerpsyche.

Wer mich ein bisschen kennt, weiß, wie schwer mir Entscheidungen fallen … das werden prima Tage.

[» Download #1 – Dusche [» Download #2 – Wachwerden

Ahnungsvoll?

Sonntag, den 3. Mai 2009

† † † Beim Stöbern in alten Texten und Layouts (ich war mal richtig gut, phager) habe ich auch einen Text aus 2007 gefunden, der zumindest irritierend vorausahnend war, obwohl es eigentlich um meine Gesamtlebenseinstellung zu der Zeit ging, um ein Miteinander und nicht wirklich um eine akute Erkrankung.

Miriam und ich haben den dann gemeinsam gelesen, und uns war nach Heulen zumute. Darum geht’s: Eigentlich sollte das ein © by Amazon humorvolles Buch sein, arglos gekauft und verschenkt an mich, zum Zeitvertreib, und damit ich ein bisschen was aus dem Ostalltag kennenlerne. Bei mir löste das etwas anderes aus. Unvorhersehbar fĂŒr mich und die Schenkende.

Coverabbildung © by Amazon

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Lang.weil.ich

Samstag, den 2. Mai 2009

Seit 3 1/ Monaten bin ich jetzt hier. Mir fÀllt die Decke auf den Kopf.

Beziehungsweise: Mir ist langweilig zwischendurch und das liegt vor allem daran, dass meine Möglichkeiten, selbst aktiv zu sein wann ich will, erheblich eingeschrĂ€nkt sind auf Rauchen, Kaffee trinken, Blog und eMail. FĂŒr alles andere brauche ich UnterstĂŒtzung von drusse. Und wer mich kennt, weiß, dass ich dann lieber nicht frage, bitte, sondern mich zurĂŒckziehe und mir erst mal selbst Leid tue.

Grandiose Idee, denn daraus werden solche Tage wie gestern, vorgestern (das „richtige vorgestern“, an denen ich knapp an einer Depriphase vorbeirutsche. Tipps helfen da nicht weiter – ich stelle mittlerweile fest, dass ich zu frĂŒh von Dingen wie CDs oder BĂŒchern mich getrennt habe. Einige Dinge fehlen mir grad sehr … Aber wer hĂ€tte ahnen können:105 Tage?

Ist das Jammern auf höchstem Niveau oder was? Kann ICH das gut, oder wie? 🙂 Ich glaube, dass ich von den 3 1/2 Monaten vielleicht 3 – 4 Tage insgesamt NICHT im Zimmer war. Das ist alles so eng geworden mittlerweile. Alles so festgefahren. Alle blöden und bösen SprĂŒche gebracht und manche so oft, dass mir selbst blöd dabei wird. Aber – da muss ICH jetzt den richtigen Weg finden. Immerhin ist das mit dem Faltrolli jetzt kein Ding mehr, nach Viersen, Willich oder Katwijk zu dĂŒsen. Immerhin.

Funkalarm

Mittwoch, den 29. April 2009

In Schiefbahn hatte ich dieses drahtlose Alarmsystem, das um den Hals gehangen dafĂŒr sorgt, dass ich von jeder Stelle meiner Wohnung aus Hilfe rufen konnte. Klappt meist gut, aber das Malteser, das die Gegenstelle besetzt, scheint kein glĂŒckliches HĂ€ndchen bei der Auswahl der betreuenden Mitarbeiter zu haben.

Jedenfalls: Dienstag legt man mir so einen Ă€hnlichen Sender auf den Tisch. Mit dem soll ich statt der normalen Notrufklingel im Hospiz arbeiten. Nicht nur, dass es hier sicher dringendere Dinge gibt, in die man investieren könnte – ich vertraue auf das bewĂ€hrte: Klingeln und/oder rufen. Trotzdem kommt es zum Test. Ergebnis: Das Ding funktioniert nicht. War doch klar, oder?

Fazit: ICH werd das Ding jedes Mal wieder ausstöpseln, falls jemand auf die Idee kommt, mir das noch mal andrehen zu wollen.

Frost.ich

Donnerstag, den 23. April 2009

Man weiß nicht – dient die morgendliche EiseskĂ€lte im Hospiz, hervorgerufen durch konsequenten Durchzug – dient die der Konservierung unserer Körper, oder eher der beschleunigten Fluktuation in den Zimmern? Ich bin jedenfalls heilfroh, wenn ich wieder in meine meinetwegen muffelige Wohnparzelle krieche.