Seltsame Woche und Smileys

02: 15 - Dienstag, 16. September 2008

Manchmal hat man Tage, da passieren einem die seltsamsten Dinge. Mal bekommt man Krebs, mal ’ne neue Wohnung, mal Besuch. Und manchmal finden viele √§hnliche Ereignisse in kurzen Zeitabst√§nden statt.

Das ist grad so. W√§hrend „die Eine“ versucht mir klar zu machen, warum diese eine Sache so sein k√∂nnte, passiert die n√§chste, ann√§hernd gleiche Sache von unterwarteter Seite. Kein Wort verstanden? Gut.

Und √ľbrigens gibt’s neue Smileys.

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Kein Arzt/Arzt

14: 45 - Montag, 15. September 2008

Ich will wirklich versuchen, aus diesem Blog die Jammerei herauszunehmen – ob mir das gelingt, m√ľssen dann aber andere entscheiden.

Heute war ein zwiegespaltener Tag. Zum einen habe ich das Zeitfenster f√ľr den Infektkontrollbesuch bei Dr. Gebhardt gr√ľndlich verpasst, was nicht wundert – schlie√ülich bin ich erst gegen halb sieben heute morgen ins Bett gekommen. Zum anderen bekam ich kurz nach dem Aufstehen Besuch von jemandem vom Sozialpsychiatrischen Dienst Viersen, der schon vergangene Woche mit einer Psychotherapeutin bei mir war. Diesmal hat er mir einen Termin bei einem Arzt besorgt, der mir in Sachen Angstzust√§nde, Schlaflosigkeit und Depression weiterhelfen wird.

Nat√ľrlich hat er meine Telefonnummer vergessen/verlegt gehabt, aber statt darauf zu warten, dass ICH mich melde, ist er dann lieber hergefahren. Fand ich gro√ü.

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Deregistrierung

04: 05 - Montag, 15. September 2008

Man lernt ja nie aus. Bisher dachte ich immer, dass Spambots an der Registrierung bei WP scheitern w√ľrden. Tun sie aber nicht.

Nachdem sich heute jemand jemand/etwas mit einer fiktiven eMail-Adresse registriert hat, habe ich erst mal entschieden, die Registrierung bis auf Weiteres (bis ich nämlich einen Weg gefunden habe, sowas zu unterbinden), auszuschalten. Wer registriert werden möchte, schickt mir bitte eine kurze Mail (Adresse im Impressum); ich richte das dann schnell ein. Und keine Sorge wegen der Passworte oder ähnlichem Рdarauf habe ich ohnehin freien Zugriff.

L√∂sung gefunden. Weiter geht’s.

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Glaube ist alles

23: 03 - Sonntag, 14. September 2008

Und wieder wird ein Mensch wegen der satirischen Kritik an einer Glaubensrichtung verfolgt und mit dem Tode bedroht. Diese Isl- Moment. Warte. War ja anders. War ja so:

Glaubenskrieg in Deutschland: Wegen eines papstkritischen Liedes wird der evangelische Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger von katholischen Fundamentalisten mit Morddrohungen attackiert und im Internet w√ľst beschimpft. Die Polizei nimmt die Drohungen ernst.

Ein ganz ein b√∂ses Lied hat der Clemens da geschrieben. Wegen dem AIDS und so, und weil der Papst andere Religionen nicht anerkennt. Grund genug f√ľr die Kirchenbankknieer, auf einen neuen Kreuzzug zu gehen und den Clemens zu verdammen.

In Drohschreiben wird der Songschreiber als „dreckige Protestantensau“ bezeichnet, andere halten ihn f√ľr „vom Teufel besessen“, einen „Stinker“ oder beklagen, keine „Aggressionen“ gegen ihn „rauslassen“ zu k√∂nnen. Die hessische Polizei nahm die Drohungen so ernst, dass sie ein Konzert unter Polizeischutz stellte und eine verd√§chtige Postsendung an ihn von einer Spezialeinheit √∂ffnen lie√ü.
Quelle: Spiegel online

Sag mir noch mal jemand, wir m√ľssten vor allem Angst vor den Islamisten haben.

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No Boykott

22: 40 - Sonntag, 14. September 2008

Ich bin etwas unsicher – jetzt, wo die Coca-Cola-Spiele Olympischen Spiele vorbei sind, muss man da immer noch China boykottieren? Man h√∂rt ja nix mehr dar√ľber. Und wie sehr boykottiert man China, wenn man darauf verzichtet, sich Chop Suey vom indischen Pizzab√§cker kommen zu lassen?

Ach, egal. Nach dem Schl√§mmerschnitzeldesaster gestern habe ich heute mal ganz auf Asiatisch gesetzt. Ich habe allerdings Chinesisch gegessen, und nicht etwa chinesisch. Fr√ľhlingsrolle, dazu s√ľ√ü-saures Rind mit Reis. Lecker. Per Internet bestellt, mit 8,90 Euro auch ganz g√ľnstig – und genug drinne war auch. Hei√ü wars ebenfalls noch. Nix zu meckern, gar nix. Ich muss unbedingt wieder Woken. Bl√∂derweise gibt’s hier keinen Asia-Shop.

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Wieso?

18: 35 - Sonntag, 14. September 2008

Nicht mal eine Woche habe ich ohne Blog ausgehalten, und dass, nachdem ich vorher ein so großes Tamtam um die Schließung des alten Blogs machte, dass sogar ein kleiner Kläffer aus meiner Vergangenheit seinen charakterlich verlausten Bau verließ, um noch einmal großer Hund zu spielen. Wieso also das neue Blog, wenn mir das Alte keinen Spaß mehr machte? Der Versuch einer Erklärung.

Es hat einfach damit zu tun: Im alten Blog war ich mittlerweile so festgefahren, fast dogmatisch in meiner Themenwahl, dass es mich an√∂dete. Und wie so oft bei mir, brauchte ich f√ľr einen Neuanfang, dass alles Alte zerst√∂rt wird. Acht gro√üe Layoutver√§nderungen gab es im alten Blog, und trotzdem baute alles auf dem ersten Entwurf auf. Ich war auch festgefahren in der optischen Pr√§sentation. Dazu kommt, dass der Code des alten Blogs voller Kommentierungen, Ausklammerungen, fehlerhafter Codefragmente und √ľberhaupt derart durcheinander war, dass ich irgendwann nicht mehr durchschaute, was ich machen musste, um g√§nzlich anders zu gestalten.

Nur die Narren und die Toten ändern niemals ihre Meinung.
James Russell Lowell, (1819 – 1891), US-amerikanischer Schriftsteller

Im alten Blog waren so viele verzweifelte, teils ungeh√∂rte oder unbeantwortete Hilferufe, soviel Sehnsucht und emotional-hysterischer Kappes versammelt, dass ich mich irgendwann mehr als unwohl f√ľhlte. So viele versteckte Anklagen, so viel crap, dass es nur noch m√∂glich war, all das zu verbrennen und komplett neu anzufangen. F√ľrs alte Blog hatten sich (auch bei mir) Erwartungshaltungen manifestiert, die mich einfingen, ausbremsten. Ich war wirklich regelrecht erleichtert, als an diesem einen Freitag unter www.alleswillich.de kein Blog mehr verf√ľgbar war.

Und als es dann weg war, konnte ich wieder freier denken, meine Meinung √§ndern. Das ist eigentlich schon alles. Dass es Leser gab und gibt, die dem alten Blog nachtrauerten (offensichtlich und in den letzten Kommentaren), hat sicher auch damit zu tun, dass es etwas Neues gibt. Keine Frage. Danke noch mal daf√ľr! Momentan habe ich wieder Spa√ü am Schreiben, und wie man sieht, auch am Ver√§ndern des Blogdesigns. Mal gucken, wohin das f√ľhrt, ja? Wer will, kann gern mitkommen.

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Fetter Vettel-Sieg

16: 33 - Sonntag, 14. September 2008

Ich liebe das ja, wenn Underdogs den Platzhirschen zeigen, wo’s langgeht. Sebastian Vettels Sieg beim Gro√üen Preis von Italien in Monza war deshalb genau nach meinem Geschmack.

Die einzig bittere Note kam durch das erneut schwafelige, d√ľmmliche, teils geistig-verwirrt scheinende Geschw√§tz durch Heiko „Urlaubsgruppen-Animateur“ Wa√üer. Wenn dem nur mal jemand das Mikro abdrehen w√ľrde … Es macht ja nichts, wenn man als Kommentator mal abschweift und sich von der Begeisterung mittragen l√§sst. Aber es ist schlimm, wenn man als Formel-1-Interessierter sich st√§ndig fragen muss, wann der Kommentator mal wieder Lust hat, √ľber das Geschehen auf der Rennstrecke zu reden. So oft wie heute habe ich den „Ton aus“-Knopf meiner Fernbedienung noch nie genutzt. Himmel, ist dieser „Kommentator“ unertr√§glich!

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