Die Kranken und ihre Tiere

21: 57 - Freitag, 12. September 2008

Ja, ich habe ein Kaninchen. Ja, ich mag dieses dämliche Hoppelding, das zwei Körperbreiten neben der offenen Käfigtür (die es selbst geöffnet hat) steht und versucht, sich ein Loch durch das Gitter zu nagen. Insofern passt der Puschelkuschel zu mir und ich stehe dazu.

Aber ich wĂĽrde im Leben, im Leben nicht so (mir fehlen einfach die Worte) … einen crap dazu verzapfen, wie das auf der Website sweetrabbits passiert. Ich meine: Ist das noch Tierliebe oder schon strafbar? Das Lesen des Zitats aus dieser Site verursacht möglicherweise Hirndiabetes. You’d be warned.

Es gibt eine Brücke, die verbindet den Himmel und die Erde. Man nennt sie die Regenbogenbrücke wegen ihrer vielen Farben. Gerade noch auf dieser Seite der Regenbogenbrücke liegt ein Land von Wiesen, Hügeln und Tälern mit saftigem, grünem Gras. Wenn ein geliebter Gefährte stirbt, dann geht er zu diesem Ort. Es gibt immer zu fressen, Wasser und warmes Frühlingswetter. Die alten und gebrechlichen Tiere sind wieder jung. Die kranken und verstümmelten Tiere sind wieder gesund. Sie spielen den ganzen Tag miteinander. Es fehlt nur eine Sache: Sie sind nicht mit dem speziellen Menschen zusammen, der sie auf der Erde geliebt hat. So rennen und spielen sie jeden Tag. Bis der Tag kommt, an dem eines plötzlich aufhört zu spielen und aufschaut. Die Nase zittert, die Ohren sind aufgestellt. Die Augen starren. Und plötzlich rennt dieses eine von der Gruppe weg. Es hat Dich gesehen und wenn Du und Dein Freund sich treffen, dann nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn. Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst und Du schaust wieder in die Augen Deines treuen Gefährten. Dann überschreitet ihr die Regenbogenbrücke zusammen, um nie mehr getrennt zu werden.

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Du holst lieber

20: 01 - Freitag, 12. September 2008

Es scheint, als wenn mein Lieblings-DHLer Urlaub oder einen sehr sehr schlechten Tag hatte. Seit Tagen warte ich auf ein Nachnahmepaket, das es mir erlauben wĂĽrde, meinen Drucker wieder vollständig zu nutzen. Und siehe da: Es ist … da. Da irgendwo.

 Ich war Zuhause, und ja, es gab keine Benachrichtigung. Fängt das schon wieder an, Post?

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Userpics

15: 01 - Freitag, 12. September 2008

Robert hat eins, qba hat eins, ich hab eins … ein jeweils selbstgewähltes Userbild, das in jedem Blog, in dem man kommentiert, neben dem eigenen Kommentar erscheint. Wie geht das? Simpel. www.gravatar.com macht’s möglich.

In meinem Blog sind die Avatare so eingestellt, dass sie sich anhand der hinterlassenen eMail-Adresse selbst gestalten. Das kann man bei OpaRolf oder bibib sehen, die ja beide schon mehrmals kommentierten und dabei ein immer gleiches, grafisches Etwas neben dem Kommentar stehen hatten. Wer aber ein eigenes Userpic nutzen möchte, kommt nicht darum herum, sich bei gravatar.com anzumelden. geht schnell, kostet nix und tut nicht weh. Probiert’s aus. Das macht unsere Kommentare hier dann bunter.

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Niedlich

02: 22 - Freitag, 12. September 2008

Die Kollegen können manchmal so niedlich sein. Bei dpa und netzeitung.de hat man offenbar ein neues Buch entdeckt: „Minimal verfängliche Sprache fĂĽr den schambereiten JĂĽngling“, wĂĽrde ich das nennen wollen. Als Fundort vermute ich den proktologischen Bereich, irgendwo in der Mitte des Stocks im Arsch des verantwortlichen Redakteurs.

Jeanette Biedermann, gutaussehende, anscheinend auch nette und quirlige, vielleicht nicht so bedingungslos talentierte, wenn auch durchaus um ein Vielfaches erträglichere (und vielleicht gerade deshalb in ihrem Schatten stehende) Sängerin als Sara Dingenskirchen, kommt mit der neuen SAT.1-Telenovela „Anna und die Liebe“ nicht so richtig beim Publikum an. Nicht so, wie der Senderdurchschnitt sich in Zuschauerquote ausdrĂĽckt. Gleichzeitig arbeitet sie (und beim Lesen des Artikels bei netzeitung.de ist ein unlesbares, aber kaum zu ĂĽbersehendes „trotzdem“ zu bemerken) an einem neuen Album. Musik also.

Das soll leicht schlüpfigen Titel «Undress To The Beat» (etwa: Zieh dich zum Rhythmus aus) tragen. Auch sonst ist die neue Erotik offenbar Programm: Gerade erst entblätterte sich Biedermann gar für das Männermagazin «FHM».

Wo lässt dpa/netzeitung.de diese Texte vom Deutschen ins Deutsche ĂĽbersetzen? Wie kommt man auf „leicht schlĂĽpfrig“ und „entblättert“? Meine Fresse.

Biedermanns letztes Album mit dem ebenfalls betont anrüchigen Titel «Naked Truth» hatte es 2006 nur kurz in die Top 20 der Hitparade geschafft, obwohl sie sich auch dort schon lasziver als sonst präsentiert hatte.

Hallo! Das will ich wohl meinen. In Zeiten von Quote, Klicks und Aufmerksamkeit ist „Die nackte Wahrheit“ selbstverständlich „betont anrĂĽchig“. Zur Ex-Beziehung zu ihrem vielleicht-noch-Bandmitglied schreibt dpa/netzeitung.de dann noch, und wenn das wirklich ein Zitat ist, können die Veröffentlicher dafĂĽr nun nichts:

Da sei einiges hängengeblieben, so Biedermann ernst und fügt hinzu: «Wir haben zwei Katzen zusammen, um die wir uns kümmern müssen, das ist wie mit Kindern. Außerdem sind wir zwei erwachsene Menschen und verhalten uns auch so. Die Projekte dürfen nicht darunter leiden.»

Ihr Zeuge.

Der ganze Artikel bei netzeitung.de

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Weltherrschaft der Idioten?

01: 53 - Freitag, 12. September 2008

Gestern und heute habe ich die immer noch erschĂĽtternden Bilder und Reportagen des 11. September gesehen, an dessen Eindruck die gesamten USA noch heute leiden. Plus Irak und Afghanistan, Pakistan und irgendwie auch alle anderen. Da war ich noch mal bewegt, das hat mich mitgenommen. Bis eben.

Da lese ich bei geo.de (hier der ganze Artikel) mal wieder den Beweis dafĂĽr, dass die Durchschnittsamerikaner einen gewaltigen, aber sowas von einem gewaltigen Sprung in der SchĂĽssel haben, dass man sich fast sorgen muss, der zieht den Mond aus der Umlaufbahn.

Fast drei Jahre lang erstellten die Harvard-Forscher an jedem Werktag eine Liste von Patienten, bei denen ein Eingriff kurz bevor stand. Die jeweiligen Vornamen und Anfangsbuchstaben der Familiennamen faxten die Forscher an drei christliche Glaubensgemeinschaften. Jeden der Patienten nahmen die dortigen Bet-Gruppen fĂĽr 14 Tage in die FĂĽrbitte auf und hielten sich dabei an eine vorgegebene Formulierung.
Die Ergebnisse der aufwendigen Prozedur waren ernĂĽchternd: Das Ferngebet verbesserte die Heilungschancen der Herzpatienten keineswegs. Stattdessen hatten jene, die davon wussten, nach der Operation sogar eher mit Komplikationen zu kämpfen. Möglicherweise setzte sie die spirituelle UnterstĂĽtzung unter Erfolgsdruck – oder lieĂź sie gar fĂĽrchten, es mĂĽsse besonders schlecht um sie stehen.

Warte. Kommt noch besser.

Dieser Forschungsflop entmutigte die Autoren aber keineswegs. „Untersuchungsfremde Gebete“ der Angehörigen könnten ja den Effekt der FĂĽrbitte ĂĽberlagert haben. Von jenen Studien, die tatsächliche Heilwirkungen nachzuweisen scheinen, sind zudem viele mit Mängeln behaftet. Der Verhaltensmediziner Richard Sloan von der Columbia University hat solche Veröffentlichungen kritisch geprĂĽft. Sein Urteil: Zahlreiche Untersuchungen wiesen auf „deutliche methodologische Fehler“ hin oder hätten zumindest keine eindeutigen Resultate erbracht.

Am besten den gesamten, interessanten und durchaus ängstigenden Artikel durchlesen – die beiden Absätze sind natĂĽrlich nicht aussagekräftig genug. Und nach dem Lesen wieder hierher zurĂĽck kommen und mit mir darĂĽber sinnieren, ob diese Gläubigen „Wissenschaftler“ zu lange im Reaktionsfeld eines Teilchenbeschleunigers, zu kurz in der Sonne, zu weit weg von der Mutterbrust waren oder schlicht und ergreifend einfach bescheuert sind, ja?

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Aus dem Stand

00: 39 - Freitag, 12. September 2008

Gut, lange weg war ich ja wirklich nicht, rein blogtechnisch. Trotzdem finde ich es beeindruckend, aus dem Stand heute schon wieder 48 (Durchschnitt alleswillich.de war zuletzt 110) Besucher auf der Site zu haben. Danke. Welcome back.

Auch interessant, fĂĽr mich jedenfalls: Nach der ersten Stunde mit dieser fĂĽr mich neuen Version WordPress hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt, mir die alte Version zu installieren. Aber je länger ich mich mit dem fĂĽr mich seltsam anmutenden Backend im Admin-Bereich herumschlage, desto einleuchtender wird das alles. Und ist irgendwem aufgefallen, dass ich auf groĂźe Headergrafiken verzichtet habe bisher? Und dass der Slogan des Blogs jetzt ein Komma an einer wichtigen Stelle enthält? Hm? Ach, ihr …

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Europa und andere

19: 32 - Donnerstag, 11. September 2008

Kurz was aus dem internen Bereich: Mit dem neuen Blog gab’s auch eine neue Statistiksoftware, die mir nicht nur gezeigt hat, dass drei Besucher per iPhone hier waren, sondern auch, dass Ă–sterreich, Italien, Deutschland und Frankreich nicht zwingend zur Europäischen Union gehören mĂĽssen.

Die wird nämlich neben den genannten Ländern sowie USA und Russland separat aufgeführt. Für Österreich war mir das ja klar, aber Frankreich und Italien?

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