Netto

19: 19 - Donnerstag, 11. September 2008

Prosieben ist ja Vorreiter in Sachen „innovative Werbeformate“. Im Bereich Nervfaktor haben die M√ľnch’ner Amis damit das niveaufreie RTL weit hinter sich gelassen.

Als Beispiel etwas Harmloses (die gleichen Messungen w√§hrend eines Top-Films oder eines Raab-Events d√ľrften drastisch abweichende Ergebnisse liefern): Die Simpsons. Dauerbrenner und seit Jahren bei Prosieben im Programm. Abends ab 18:07 Uhr hei√üt das in Doppelfolgen: 60 Minuten Animationsspa√ü.

Oder auch nicht. Um 18:36 Uhr startet die zweite Folge. Neun Minuten sp√§ter, um 18:45 Uhr, der Werbebreak. 16 externe und vier Prosieben-Spots sp√§ter und damit nach genau 7 Minuten 50 Sekunden ist der Werbespuk vorbei. Kleines Rechenexempel: Eine Folge dauert laut Programm etwa 30 Minuten. Ein Viertel davon wird f√ľr Werbung genutzt, davon wiederum ein F√ľnftel f√ľr Programmhinweise, n√§mlich ziemlich exakt 90 Sekunden. Nutzt niemandem was, hat mich nur selbst mal interessiert.


Das Farbtestbild der European Broadasting Union. Hat nix mit dem Artikelinhalt zu tun, macht ihn nur sch√∂n bunt …

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Lokalredakteur

13: 51 - Donnerstag, 11. September 2008

In einem anderen Blog hatte ich mal √ľber unser lokales Anzeigenbl√§ttchen, die „Willicher Nachrichten“ geschrieben. 8 Seiten gab es damals f√ľr die 50.000 Einwohner-Stadt zu lesen. Gestern kam die neue Ausgabe, diesmal mit 14 Seiten. Inhalte sucht man aber nach wie vor eher vergeblich.

Ich will das nicht wieder alles aufgreifen, und auch nicht erneut seitenweise aufzeigen, wo da √ľberall L√ľcken sind. Mir fiel das nur in dem Zusammenhang mit diesem Artikel wieder auf.

Nach der Lekt√ľre des Artikels entsteht das deprimierende Bild einer Lokalpresse ohne Publikum. Diesem Ideal n√§hert sie sich bekanntlich mit raschen Schritten an. Korrekter w√§re es trotzdem, von einem Publikum ohne Lokaljournalismus zu sprechen.

schreibt Klaus Jarchow unter anderem. Die thematische Verflachung und das Setzen handwerklicher Mindestanforderungen als Standard resultiert schlicht und ergreifend aus der Tatsache, dass die Geldgeber und damit eigentlichen Blattmacher v√∂llig lebensfremd sind und nicht die geringste Ahnung von den Bed√ľrfnissen ihrer (auch potenziellen) Leser haben. Lokaljournalisten, die hauptberuflich eine PR-Agentur betreiben und deshalb per se wegen der pers√∂nlichen wirtschaftlichen Verkn√ľpfungen aus allem eine wundersame bunte heile Welt „schreiben“, sind das Eine, ein nicht zu untersch√§tzendes √úbel. Verlagsleitungen, die einfach keine (wie Olli Kahn so sch√∂n sagte) „Eier in der Hose“ haben, sich gegen die Restriktionen der „Mutterkonzerne“, die vielleicht Tageszeitungen mit gelbem und blauem Farbspiel herausgeben, sich dagegen mit Argumenten, wirtschaftlichen Prognosen und neuen Ideen oder einfach mal einem sturen „N√∂“ zur Wehr zu setzen, geben dem Ganzen den Rest.

Quelle: stock.xchange (www.sxc.hu), Fotograf: Lusi

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Richtig falsch

00: 33 - Donnerstag, 11. September 2008

Kennt ja jeder. Meistens, wenn man sich gerade so sehr darum bem√ľht, etwas richtig zu machen, macht man exakt das Falsche. Mit ziemlicher Sicherheit. Murphys Gesetz. Bl√∂der Murphy.

Während ich dieses neue Рund hoffentlich so andere РBlog aufsetzte, habe ich zwei Dinge nicht getan, weil sie mir eigentlich total richtig erschienen und damit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch waren.

1. habe ich meine Linkliste aus dem alten Blog nicht √ľbernommen
2. habe ich das Layout gr√∂√ütenteils (bis auf Kleinigkeiten) nicht ver√§ndert, nicht so viele √Ąnderungen an den einzelnen Funktionen und keine eigenen Smileys und bl√§h und blubb gebaut, und damit das Template fast original √ľbernommen.

Halte ich gerade f√ľr richtig. Wohin dieses neue Blog thematisch geht, wei√ü ich grad nicht so richtig. ich hoffe, dass ich es schaffe, Liebesschw√ľre und versteckte Nachrichten, jaulendes Selbstmitleid und √ľberhaupt die Krankenberichterstattung zu vermeiden.

F√ľr die, die kommentieren wollen, ist allerdings eine neue Anmeldung unvermeidlich, sorry for the inconvenience.

Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es schief (Hauptregel).
Wenn etwas auf verschiedene Arten schiefgehen kann, dann geht es immer auf die Art schief, die am meisten Schaden anrichtet.
Hat man alle Möglichkeiten ausgeschlossen, bei denen etwas schiefgehen kann, eröffnet sich sofort eine neue Möglichkeit.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, ist umgekehrt proportional zu seiner Erw√ľnschtheit.
Fr√ľher oder sp√§ter wird die schlimmstm√∂gliche Verkettung von Umst√§nden eintreten.

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