Woke up. With a smile on my face.

06: 08 - Samstag, 7. März 2009

Ohne weitere Worte.

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Bad Hair Day

19: 04 - Freitag, 6. März 2009

Schlechter Tag heute.

Luns Mae wird heute 3 Jahre alt, und ich versuche seit heute Morgen, das zu w√ľrdigen.
Der R√ľckblick auf den Pieday gelingt mir auch nicht.
Ein Mini-Nickerchen zugunsten des Stopps heftiger Augenirritationen brachte:
-skurrile Traumbilder
Рteilweisen Verlust des räumlichen Sehens
-mangelnde Informationsverarbeitung
– ansatzlos tief empfundene Traurigkeit

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PP-TV

13: 03 - Freitag, 6. März 2009

Der alte Mann (geboren 1886) (OpaRolf) lie√ü es sich nicht nehmen, einige Bewegtbilder vom sich bewegenden Mann zu machen. Hier ist das Ergebnis des ersten Dokumentarfilms aus der k√∂niglichen Botschaftsresidenz in D√ľlken – produziert von PP-TV creativeWhitehead OpaRolf .

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Sinneswandel

03: 04 - Donnerstag, 5. März 2009

Sorry, war heute etwa 2,5 Stunden zu Fu√ü unterwegs, um mal andere Dinge wahrzunehmen; Ger√ľche, Ger√§usche, Gesichter … und danach war ich so platt, dass ich um 21:00 etwa in den Schlaf gefallen bin bis grad eben. 5 Stunden reinrassiger Erholungsschlaf mit einmal wachwerden inklusive.

Davor und dazwischen hab ich mich um eine Kleinigkeit k√ľmmern m√ľssen: ein ich hab Besuchsverbot ausgesprochen, und damit eine menschliche Metastase entfernen k√∂nnen, meinen Neffen schockiert (denke ich), das Personal wegen des Verbots informiert, das also offiziell gemacht, und im Wissen darum richtig gut geschlafen. Richtig gut.

Am Mittag ein gutes Gespr√§ch mit dem Keksdoc gehabt; Zurzeit sieht man mich nicht akut in Todesgefahr, interpretiere ich daraus. Und dass mein Wunsch, noch ’n b√ľschen weiter zu machen, okay und gut ist, und gar nicht so utopisch eben. Wir sehen mal, ne?

Pieday … macht mir ein bisschen Sorgen, dass so wenig Resonanz kommt. Nicht nett, nicht gut, Leute. Ich gab ja zu, dass das ein bisschen kurzfristig ist, um zu kommen. Aber nicht, um zu antworten, ja? Wir werden sehen, was morgen los sein wird, wir werden analysieren, was wir anders machen m√ľssen; der Keksdoc (der mir mittlerweile anscheinend eine Mitt√§terschaft anh√§ngen will – bietet der mir doch tats√§chlich einen Griff in die Dose (die aus Glas ist, √ľbrigens, und unten Keksschichten beherbergt, die noch nie jemand zuvor gesehen haben kann) an. So ein Fuchs.

Jedenfalls: Auf seine Anregung habe ich mal nachgesehen: Gegen Mitte April steht in den historischen Archiven eine weitere Festivit√§t auf dem Plan. Wir k√ľmmern uns darum ab dem Wochenende.

Gesundheitlich sieht es so aus: K√∂rperlich ganz okay, leichte Probleme mit dem Bauch, dem Atmen – aber das ist alles unter Kontrolle und wird nach Bedarf behandelt. Ich wiege 108 Kilo, √ľbertreibe das mit dem Bewegungswahn, f√ľhl mich aber gut dabei. Kurz: These are the best days of my life (since 2008).

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Update Pieday

10: 15 - Mittwoch, 4. März 2009

Ganz schön wenig Resonanz. Lasst mich nicht hängen hier.

Das sind die momentan verf√ľgbaren Daten zum Pieday am Donnerstag ab 15 Uhr:

Folgende Kuchen sind vorhanden:

Schmandtorte (von kingtress)
tarte au chocolate (von kingtress)
Marmorkuchen (von Zippi) (von Pe)
Obsttorte (von Pe)
Käsekuchen (von Pe)
Frankfurter Kranz (von Pe)
Buttercreme (von Pe)
Flämmkuchen (von Pe)

Was noch fehlen w√ľrde: Mehr G√§ste, Obstsalat, Kaffeespenden.

Wie sieht’s aus?

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First Official Pie Day

10: 15 - Mittwoch, 4. März 2009

Die Ministerin f√ľr Kuchen, Kaffee, Organisation und S√ľ√ükram und Princess of Soulfood, Hugs, kinglove and kidseducation gibt bekannt:

Am Donnerstag, 5. M√§rz 2009, ab 15:00 Uhr, begeht das PukaPuka-Konsulat in D√ľlken aus nichtigem Anlass den 1. Pieday (gespr.: Paihd√§ieyh) des K√∂nigreiches (gespr.: K√∂nigreiches) Wohlwollend-dankbar begleitet vom King of Puka-Puka (Thronpr√§tendent) und seiner hinrei√üenden kingtress.

Der Ablauf:

Gegen 15 Uhr erwarten wir unsere G√§ste an der bekannten Konsulatsadresse „Hospiz“ in Viersen-D√ľlken. Anschlie√üend beginnt die Feierlichkeit entweder im historischen „Wohnzimmer“, bei Sonnenschein und gutem Wetter im Terrassen-/Au√üenbereich.

Eingeladen sind alle Besucher des Kings, die sich r√ľckmelden (siehe Abschnitt Anmeldung). Besucher ohne R√ľckmeldung k√∂nnen unter Umst√§nden nicht untergebracht werden.

Wegen der Vielzahl des Personals und weiterer, gehandicapter Personen, der desolaten Staatskasse und aus Spa√ü an der Freud‘ sind Kaffee- und Kuchenspenden willkommen. Bitte ebenfalls im „ich komme“-Kommentar vermerken.

Nachfolgend eine Liste der ehrenwerten Pers√∂nlichkeiten, die die Majest√§ten zu gerne unter anderem um sich herum sehen w√ľrden:

Lady Kowalewski (Staatsbeauftragte f√ľr das Unterbringungswesen und Ausstattung)
Lady Mischkies , das verf√ľgbare und anwesende grafschaftliche Personal. Dar√ľberhinaus freut sich das K√∂nigshaus √ľber:

Lord Doug (Justiziarregentschaftshauptgeneralist)
Lady Zippi (Gesundheits- und Wellnessbeauftragte f√ľr die n√∂rdlichen K√∂rperregionen)
Lord Uli (Regentschaftsberater f√ľr spezielle diplomatische Missionen und herrschaftlich bestellter Einfl√ľsterer mit Lady Maria
Lady Schnuppsi (regentschaftliche Vertraute)
Lady bettyboop (Diplomatberaterin f√ľr rheinische Angelegenheiten und medizinische Aufkl√§rung)
Lord OpaRolf (wissenschaftlicher Dokumentarist)

sowie die hier nicht genannten, aber freudig erwarteten weiteren Angehörige des Königshauses.

Kleiderordnung

Bitte leger inkl. Sonnenbrille und entsprechend s√ľdseelichem Sprach-/Wortschatzgepl√§nkel-Vorrat erscheinen. Huldigungen der Herrscher oder des Adels sind zu unterlassen. In den imagin√§ren Pool urinieren ebenfalls.

Neben konditorellen Kuchenattraktionen erfreut sich die feiernde Gesellschaft mit Sicherheit an noch zu spendenden Erfrischungen wie Obstsalat, Mahama-Mama sowie ausladenden Shrimps- und Kaviarkreationen.

Der letzte Satz mit den Shrimps ist Zeugnis des unvergänglichen Humors des Königs von Puka-Puka.

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Meine.

09: 42 - Dienstag, 3. März 2009

Ich mach noch n b√ľschen weiter, Pe. Danke. Ohne Dich w√ľrd ich das gar nicht erst anfangen …

Du wei√üt, dass ich nur deshalb noch lebe, weil du da bist und auf mich aufpasst? Weil du mich auftankst und so unersch√ľtterlich liebst, egal, was ich grad wieder f√ľr einen Bl√∂dsinn verzapfe? Dass die √Ąrzte mich immer wieder reparieren, beiflicken und zum Laufen bringen, viele mich verwundert und freundlich bestaunen und mir helfen, und sich fragen, woher das grad alles kommt, was in mir ist?

Du wei√üt, dass das deines ist? Dass ich ohne dich nicht komplett bin, tats√§chlich nicht sein kann im Sinne von „Dasein“? April, erste Diagnose in der Helios: Ein kiwigro√ües St√ľck Dreck in meinem Kopf. Du bleibst relativ ruhig, fragst, was wir wollen, dass es ist: Tumor oder Metastase. Wir wollen die Metastase, und du sagst: Das ist eine. War es dann auch. Raus im Rollstuhl und deine unglaubliche Sicherheit, dass ich die √ľberleben werde, dass ich alles zur√ľckbekomme, was mir fehlt: Bewegungsf√§higkeit, Motorik, Hirnfunktionen. Nach der OP sehe ich, wie Recht du hattest. Nur einmal hast du dich dann get√§uscht: Du hast geglaubt, ich w√ľrde l√§nger zur Erholung brauchen, und brichst fast zusammen, als du um die Ecke kommst und ich im normalen Stuhl am Aufzugsbereich sitze …

Dann der Garten, das Essen, die Party zum Geburtstag, die vielen Besuche mit deinen wunderbaren (und nur beinahe nie nervenden) Kids und den wundersamen m√§nnlichen und weiblichen Mitbringseln. Die vielen Fahrten zum Krankenhaus und das Versprechen, dass du mich da niemals gegen meinen Willen zur√ľckl√§sst, das du auch gegen so viele Widerst√§nde durchgsetzt hast. Dein Vertrauen in mich.

Die Enddiagnose. Diese Kraft, zu akzeptieren, dass ich akzeptiere uind mich arrangiere. Die Gespr√§che, wieder und wieder reden wir √ľber uns, Leben, Sterben und einfach nur so. Du bringst mich zum Lachen, wenn ich eigentlich nicht w√ľsste, wieso. Rufst die Kavallerie, als ich nicht mehr weiterwei√ü, au√üer zu weinen. Du einst die Dinge, und dann auf einmal: ein Funke, eine Explosion, mein Fehler – und du gehst.

Allerdings nur, um wiederzukommen, noch intensiver.

Nat√ľrlich kracht es zwischendurch immer mal wieder, aber mich verl√§sst nicht und nie mehr das Vertrauen, dass es dich gibt, dass du nach wie vor hinter mir stehst, um mich zu st√ľtzen, und dich vor mich stellst, um mich zu sch√ľtzen. Wehe denen, die sich dazwischenstellen wollen. Das ist dein Signal an mich und die Welt.

Du wei√üt, dass ich nicht ann√§hernd ein guter Bruder f√ľr dich war und dass ich das auch nie mehr sein kann? nicht, weil ich nicht will, nur, weil ich nicht wusste, wie man das macht. Heute, wo’s zu sp√§t ist, w√ľsste ich das: ich m√ľsste nur ein bisschen mehr wie sein wie du bist. Du wei√üt, dass ich noch weitermachen will und kann, solange dein Bauchgef√ľhl und deine Augen dir genau das sagen? Du wei√üt, dass ich dich liebe, und dass, wenn ich k√∂nnte, ich dir helfen w√ľrde, die n√§chsten Jahre zu √ľberstehen?

Alles Gute zum Geburtstag, » Alfis kleine Schwester

Dein kleinster Bruder

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