Durcheinander, mal ernst, mal nicht. Aber besser als diese “Quickies …
Mein heutiger Übermut, die gute Laune - das ist wahrscheinlich eher die Überkompensation der miesen Tage zuletzt, den vielen nachdenklichen Stunden.
Botschaft an alle: Frau D. ist gestern verstorben. Ja, die lächelnde Omi, die beim Picknick so viel Spaß hatte. Wird mir fehlen. Wir waren die ersten, die wach wurden, rauchten wie ein altes Ehepaar schweigend die erste Zigarette und jeden Tag sagte sie diese drei Sätze zu mir: “Ich will nach Hause. Die tun hier ja nix an einem”, “Ist das da drüben ein Altenheim?” und “Wem ist das Zimmer da drüben (Anm.: Sie meinte meins, aus dem ich grad rauskam”.)
Das Sterben ging schnell und ohne Schmerzen für sie.
Botschaft an Mama Wenn Du Recht hast mit Deinem Glauben, dann guckst Du heute von oben runter, wunderst dich über den Aufwand, der hier um mich als Mensch gemacht wird und denkst dir deinen Teil. Kannst du so lieb sein und Petra nicht immer mit Regen quälen? Ohja, und falls du Recht hast, sehen wir uns. Darüber würd ich mich dann freuen. Du fehlst mir.
Botschaft an Fanny Kurzes Lebenszeichen wäre schön, sonst les ich das Buch nicht, das Anke schickte. Und die wird dann sauer, und das musst du dann ausbaden.
Kurze Botschaft an mich † † Software, die Musik sortiert, erst verstehen, dann nutzen.
Botschaft an Therese Aufgrund meiner weiblichen Hormone habe ich heute Blumen zum Muttertag bekommen. Und Schoki. In Dankbarkeit: Deine erste lesbische Beziehung.
Ich hab diese Rapscheiße bisher nur bei meinem Bruderneffen ertragen und gut finden können, aber WE MADE YOU hat mich umgehauen. Das Album heißt RELAPSE. Meine Güte …
Ich bin ziemlich überwältigt von euren Reaktionen … Danke dafür! Und schon heute kam ‘was Schönes an: Das erste Foto, das ich aufhängen kann mit dem Beweis, dass mein Bild tatsächlich zumindest für die Dauer der Aufnahme, an einer Wand hängt.
An der von gröj. Danke auch für den netten Text. “Ein echter Lohmann” :D
Heute ist ja Tag 111. Die Quersumme ist 3. Ich wohne seit 3 Monaten in Zimmer 3. 3 Gesprächspartner brauche ich, und … äh … okay, mehr fällt mir grad nicht ein.
Ich muss etwas entscheiden, das entscheidend dazu beitragen wird, wann ich aus dem Leben scheide. Soviel zur Flachserei, der Hintergrund ist ernst und hat mich heute den ganzen Tag beschäftigt.
Blöderweise sind die, die mich dabei unterstützen sollten/könnten, aus wichtigen Gründen nicht greifbar: Miriam (lernt), Petra (ist krank), Bettina (muss arbeiten). Dazu kommt die Langeweile, das Wetter, der verdammte Lärm hier auf Station, das Herumliegen … ich bin also im Gegenteil zu heute Morgen körperlich schlecht drauf: Müde Beine, Bauchweh, ständiges Brummen in den Bronchien.
Undfragbitteniemandnachmeinerpsyche.
Wer mich ein bisschen kennt, weiß, wie schwer mir Entscheidungen fallen … das werden prima Tage.